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JostBrändle

um 1642 Oberwil (heute Oberwil-Lieli), 4.4.1738 Paris, kath., 1680 Tagwenrecht von Näfels, 1693 Landrecht von Glarus. Sohn einfacher Bauersleute. 1) Maria Dyonisia Feurer, Tochter des Sebastian, Soldoffiziers, 2) E.A. de Mollien, Tochter eines franz. Kriegskommissärs. In franz. Diensten 1663 Kadett, 1666 Leutnant, 1668 Hauptmann und 1677 Bataillonskommandant im Regiment Franz Pfyffers (von Wyher), 1692 Oberstleutnant und 1695 Oberst im Regiment Johann Peter Stuppas, dem er 1701 als Regimentsinhaber nachfolgte. 1702 Brigadier, 1709 Maréchal de camp, 1710 Generalleutnant. Auszeichnung auf zahlreichen Feldzügen, insbesondere bei Oudenaarde 1708, Malplaquet 1709, Douai 1710 und Denain 1712. 1700 Ritter des St.-Ludwigs-Ordens. Der von Ludwig XIV. Le Suisse intrépide genannte B. ist ein Beispiel für den sozialen Aufstieg in fremden Diensten.

Quellen und Literatur

  • H. Thürer, Glarner Offiziere in fremden Kriegsdiensten, Ms., 1984, (LAG)
  • A. Head-König, «Der Aufstieg der Militärunternehmer», in 1291/1991, Die schweiz. Wirtschaft, hg. von R. Cicurel, 1991, 80-84
Kurzinformationen
Variante(n)
Jost Brendlé
Lebensdaten ∗︎ um 1642 ✝︎ 4.4.1738