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Francisco deEnzinas

1520 Burgos (Spanien), 1552 Strassburg. E. stammte aus einer Kaufmannsfamilie von zum Christentum konvertierten Juden. 1538 war er an der Univ. Löwen immatrikuliert, wurde Anhänger der Reformation und übersetzte Werke von Johannes Calvin und Martin Luther. Seine Übersetzung des Neuen Testaments ins Spanische übergab er 1543 in Brüssel dem Kaiser, der ihn sofort verhaften liess. E. floh und kam 1546 nach Basel, wo er bei Johannes Oporinus lat. Schriften gegen die röm.-kath. Kirche und Werke in span. Sprache herausgab. Nachdem in Basel im April 1550 der Druck fremdsprachiger Bücher verboten worden war, richtete E. mit Hilfe des Zürchers Augustin Fries in Strassburg eine span. Druckerei ein. Dort veröffentlichte er seine Übersetzungen von theol. Abhandlungen sowie von lat. und griech. Geschichtswerken. Für die Finanzierung einer Gesamtübersetzung der Bibel ins Spanische gewann E. Calvin, der nicht ahnte, dass die lat. Bibel Sebastian Castellios, eines scharfen Kritikers Calvins, E. als Vorlage dienen sollte. Die Übersetzung kam nicht zustande, da E. vorzeitig starb.

Quellen und Literatur

  • Epistolario, hg. von I.J. García Pinilla, 1995
  • C. Gilly, Spanien und der Basler Buchdruck bis 1600, 1985, 326-353
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