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AdrianFrutiger

24.5.1928 Unterseen,10.9.2015 Bremgarten bei Bern, ref., von Oberhofen am Thunersee. Sohn des Johann, Handwebermeisters. 1955 Simone Huguette Bickel, Tochter des Georges Bickel. 1944-48 Schulen und Schriftsetzerlehre in Interlaken; 1948-52 Kunstgewerbeschule Zürich. 1952-62 künstler. Leiter der Schriftgiesserei Deberny & Peignot in Paris, 1952-60 Lehrer an der Ecole Estienne und 1954-68 an der Ecole Nationale Supérieure des Arts Décoratifs. 1962 gründete F. mit André Gürtler und Bruno Pfäffli ein Designer-Atelier für Schriften in Arcueil bei Paris. Als bekanntester zeitgenöss. Schriftdesigner schuf er über 25 Schriften, u.a. Président, Phoebus, Frutiger (1976), die Grotesk-Schriftfamilie Univers und die Computerschrift OCR-B (seit 1973 Weltstandard). 1967 adaptierte er am National Institute of Design in Ahmedabad (Indien), wo er ab 1952 lehrte, die traditionelle ind. Devanagari-Schrift für Maschinensatz. Daneben entstanden Signete, Logotypen, Hausschriften und Beschriftungssysteme u. a für die Métro Paris, den Flughafen Charles de Gaulle und die schweiz. Post. 1963-81 war F. für die Gestaltung und Adaption von Schreibmaschinen- und Composerschriften der IBM verantwortlich. Ab 2003 wurden die schweiz. Orts- und Wegweisertafeln in der Astra-Frutiger-Schrift erstellt. F. war Träger mehrerer Auszeichnungen (1986 Gutenberg-Preis); Chevalier des Arts et des Lettres. 1980 Ehrenbürger von Interlaken.

Quellen und Literatur

  • Tief im Menschen liegt eine angeborene Geometrie der Gefühle, 1998
  • Lebenszyklus, 1999
  • Ein Leben für die Schrift, 2003
  • H. Heiderhoff, «Formen und Gegenformen», in Gutenberg Jb., 1985, 29-64
  • A. Belassi, TA-Mag., 25.6.1988, (mit Bibl.)
  • Adrian F. [Video], Regie: A. Cuneo, 1999
  • NZZ, 9.7.1999
  • F. Heiniger, «Alle kennen F. », in Hochparterre 12, 1999, 20 f.
  • Dimanche.ch, 11.3.2001
  • Der Bund, 5.2.2003
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Lebensdaten ∗︎ 24.5.1928 ✝︎ 10.9.2015