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EliseMeyer

25.2.1825 Schaffhausen, 20.4.1878 Schaffhausen, von Rüdlingen. Tochter des Johann Ulrich, Textilkaufmanns, und der Maria Barbara geb. Hengstler. Cousine des Johannes (->). Ledig. Stickerin. Autodidaktin. Noch jung verfasste M. schon Stimmungslyrik, Balladen und Gedichte zum Zeitgeschehen. 1851-53 pflegte sie in Schaffhausen mit dem durch seine Amerikaromane berühmt gewordenen Schriftsteller Charles Sealsfield (Pseudonym von Karl Postl) eine Freundschaft und führte eine Korrespondenz mit ihm (in Auszügen erhalten). Nach dem Tod Postls (1864) nahm sie Kontakt zu seiner Fam. in Mähren auf. Ab 1870 war sie gelähmt und verarmt. M. wurde von Sealsfields Biografen Albert Bernhardt Faust erstmals als Dichterin gewürdigt, und er veröffentlichte mehrere ihrer Gedichte.

Quellen und Literatur

  • StadtB Schaffhausen, Gedichtmanuskripte
  • A.B. Faust, Charles Sealsfield, 1897
  • C. Clavadetscher, «Elise M.», in SchBeitr. 58, 1981, 152-162
  • SchaffGesch. 3, 2002, 1610
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 25.2.1825 ✝︎ 20.4.1878

Zitiervorschlag

Clavadetscher, Claudia: "Meyer, Elise", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 11.11.2008. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/042970/2008-11-11/, konsultiert am 04.12.2020.