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Neue Bündner Zeitung

Tageszeitung in Chur, am 1892 von 31 liberalen Grossräten gegründet. Die Zeitung war unter der Leitung von Michael Valèr gemässigt liberal ausgerichtet und stand bis 1919 im Schatten des damals linksliberalen "Freien Rätiers". Unter dem 1920-54 amtierenden Chefredaktor Hans Enderlin vollzog die Zeitung einen Linksrutsch und wurde zum Sprachrohr der 1919 gegr. Demokrat. Partei. Nach deren Aufgehen in der SVP 1971 wurde sie unabhängig. Als Besitzer und Verleger zeichneten 1897-1955 die Druckerei Sprecher & Valèr, dann Gasser & Eggerling Kollektivgesellschaft, als verantwortl. Redaktoren u.a. 1940-49 Paul Schmid-Ammann, 1946-60 Georg Sprecher und 1951-76 Georg Casal. Im Juli 1974 übernahm die N. den "Freien Rätier". Ab Jan. 1975 erschien sie als parteiunabhängige "Bündner Zeitung", die 1997 in der "Südostschweiz" aufging.

Quellen und Literatur

  • D. Foppa, «Die Gesch. der deutschsprachigen Tagespresse des Kt. Graubünden», in JHGG 132, 2002, 1-72, v.a. 7-22, 31 f., 67, 71
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