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GianfrancoCotti

3.11.1929 Locarno, 1.4.2020 Locarno, katholisch, von Prato-Sornico. Sohn des Giovanni Cotti, Kaufmanns, und der Noemi geborene De Donatis. Liliana Moretti, Tochter des Rinaldo Moretti, Ingenieurs. Cousin des Flavio Cotti. Nach dem Besuch der Mittelschule in Locarno, Sarnen und Freiburg studierte Gianfranco Cotti Jurisprudenz an den Universitäten Freiburg und Bern, wo er 1954 promovierte. 1956 erhielt er das Anwaltspatent und eröffnete in Locarno ein eigenes Advokatur- und Notariatsbüro. Für die Konservativen war er 1956-1960 Gemeinderat und 1960-1980 Stadtrat in Locarno. 1979-1993 sass er im Nationalrat; er präsidierte die Kommissionen für die Reform des Zivil- und des Strafgesetzbuchs. Bedeutend war auch seine Tätigkeit im Finanzsektor. Cotti nahm 1987-1999 Einsitz im Bankrat der Nationalbank. Im Verwaltungsrat der Schweizerischen Volksbank amtierte er 1992-1997 als Präsident. 1997 wurde er Mitglied des Verwaltungsrats der Credit Suisse Group, aus dem er 1999 zurücktrat. Ferner gehörte er 1973-1999 dem Verwaltungsrat der Elektrizitätsgesellschaft des Sopraceneri und 1992-1999 demjenigen der Crossair an.

Quellen und Literatur

  • Popolo e Libertà, 23.9.1993.
Von der Redaktion ergänzt
  • Corriere del Ticino, 2.4.2020 (Nachruf).
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Zitiervorschlag

Genasci, Pasquale: "Cotti, Gianfranco", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 17.04.2020, übersetzt aus dem Italienischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/043388/2020-04-17/, konsultiert am 26.01.2021.