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Benno HeinrichSchaeppi

24.11.1911 St. Gallen, 26.8.1988 Eckernförde (Schleswig-Holstein), ref., später konfessionslos, von Horgen, 1943 ausgebürgert, ab 1955 Deutscher. Sohn des Heinrich und der Anna geb. Mahler. 1) Elisabeth geb. S., 2) Barbara Tews. Halbwaise, aufgewachsen in Erziehungsheimen. Bewunderer Hans Oehlers. Kaufmann, freier Journalist und Landespropagandaleiter der Nationalen Front. 1938 Übertritt zum Bund treuer Eidgenossen nationalsozialist. Weltanschauung. 1939 Agent des SS-Sicherheitsdienstes in Stuttgart. 1941 Kriegsberichterstatter an der Ostfront. 1942-44 leitete S. das Panoramaheim in Stuttgart, das illegal nach Deutschland entwichene Schweizer für die Waffen-SS anwarb. 1944-45 kommandierte er als SS-Untersturmführer eine Kompanie, geriet für 25 Monate in amerikan. Kriegsgefangenschaft und stellte sich dann freiwillig dem Bundesstrafgericht. Dieses verurteilte ihn wegen Angriffs auf die Unabhängigkeit der Eidgenossenschaft, Verletzung militär. Geheimnisse, polit. Nachrichtendienstes und fremden Kriegsdienstes zu 16 Jahren Zuchthaus. Nach seiner vorzeitiger Entlassung 1956 und Abschiebung in die BRD arbeitete er für einen Hamburger Zeitschriftenverlag in Paris.

Quellen und Literatur

  • Germ. Freiwillige im Osten, 1943
  • AfZ, Nachlass
  • Verräter oder Idealist? [Tonaufzeichnung], Schweizer Radio DRS 1, 5.6.1977
  • H. Bütler, Wach auf, Schweizervolk!, 1980 (Interviews)
  • L. Hartmann, «Davonläufer oder Mitläufer?», in TA-Mag., 1985, Nr. 6, 22-29
  • V. Oertle, "Sollte ich aus Russland nicht zurückkehren ...", 1997
  • Schaffhauser Nachrichten, 23.12.1999
  • M. Wipf, «Der "Grenzbote"», in SVGB 118, 2000, 185-214, v.a. 204-206
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Benno Heinrich Schäppi
Lebensdaten ∗︎ 24.11.1911 ✝︎ 26.8.1988