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EduardWölfflin

1.1.1831 Basel, 8.11.1908 Basel, reformiert, von Basel. Sohn des Johann Rudolf, Zuckerbäckers und Polizeigerichtspräsidenten. 1862 Bertha Troll, Tochter des Jakob Heinrich, Arztes, und Enkelin des Johann Conrad Troll. 1848-1854 Studium an den Universität Basel und Göttingen (u.a. bei Karl Friedrich Hermann), 1854 Dr. phil. Göttingen. 1854-1861 Unterbibliothekar an der Universitätsbibliothek Basel. 1856 Habilitation in klassischer Philologie. 1861-1871 Gymnasiallehrer in Winterthur. 1869 ausserordentlicher, 1871 ordentlicher Professor in Zürich, 1875 in Erlangen und 1880-1906 in München sowie ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Untersuchungen zum Sprachgebrauch einzelner Schriftsteller als Basis für die Textkritik und Editionsarbeit führten Eduard Wölfflin zur diachronen Sprachbeschreibung und Lexikografie des Lateinischen von den ersten schriftlichen Zeugnissen bis zum Übergang in die romanischen Sprachen. So wurde Wölfflin zur treibenden Kraft bei der Gründung des "Thesaurus Linguae Latinae", den er als Organisator und Mitarbeiter sowie als Herausgeber der Reihe "Archiv für lateinische Lexikographie und Grammatik [...]" (ab 1884) vorbereitete und begleitete. 1901 bayerischer Maximiliansorden.

Quellen und Literatur

  • UBB, Nachlass
  • O. Hey, «Eduard Wölfflin», in Biogr. Jb. für die Altertumskunde, hg. von C. Bursian, 34, 1911, 326-367 (mit Werkverz.)
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 1.1.1831 ✝︎ 8.11.1908

Zitiervorschlag

Ueli Dill: "Wölfflin, Eduard", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 20.11.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/043464/2013-11-20/, konsultiert am 31.01.2023.