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HermannKöchly

5.8.1815 Leipzig, 3.12.1876 Triest, prot., Deutscher, ab 1859 Ehrenbürger von Zürich. Sohn des August, Buchhändlers. 1847 Anna Rosalie Saling. 1827-32 Fürstenschule in Grimma (Sachsen), 1832-37 Stud. der klass. Philologie in Leipzig bei Gottfried Hermann. Gymnasiallehrer in Saalfeld (1837) und Dresden (1840). Die Revolution trieb den Republikaner 1849 nach Brüssel ins Exil, dann nach Zürich, wo er an der Universität 1850 o. Prof. der klass. Philologie wurde (Rektor 1856-58). 1864 wechselte er an die Univ. Heidelberg. 1871-74 war er Abgeordneter der Fortschrittspartei im Dt. Reichstag. Schwerpunkte von K.s Forschung bildeten das griech. Epos und Drama sowie die antiken Redner und Militärschriftsteller. Neben der Lehrtätigkeit engagierte sich K. ab 1845 immer wieder in Fragen der Schulreform.

Quellen und Literatur

  • E. Böckel, Hermann K., 1904
  • J.E. Sandys, A History of Classical Scholarship 3, 1908, 132-134, (Nachdr. 1967)
  • NDB 12, 294
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