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Schweizer Spende an die Kriegsgeschädigten

Plakat von Adolf Flückiger aus dem Jahr 1947 für eine Ausstellung zugunsten der Schweizer Spende an die Kriegsgeschädigten, basierend auf Fotografien von Werner Bischof (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).
Plakat von Adolf Flückiger aus dem Jahr 1947 für eine Ausstellung zugunsten der Schweizer Spende an die Kriegsgeschädigten, basierend auf Fotografien von Werner Bischof (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).

Die S. ist ein vom Bundesrat am 25.2.1944 eingeleiteter Zusammenschluss konfessionell und politisch unterschiedlich ausgerichteter Hilfswerke, deren Ziel es war, im kriegsversehrten Europa Humanitäre Hilfe und Wiederaufbauhilfe zu leisten. In Abgrenzung zum UNO-Nothilfswerk UNRRA (United Nations Relief and Rehabilitation Administration) konzipiert, sollte die S. als patriot. Hilfswerk des Schweizer Volkes auch zur Überwindung der aussenpolit. Isolation der Schweiz beitragen. Die S. verfügte bis zu ihrer Auflösung am 30.6.1948 über Fr. 203,95 Mio. Fr., davon hatte der Bund in zwei Raten 152,85 Mio. Fr. beigesteuert. Die Broschüre "Unser Volk will danken", von der 1,5 Mio. Exemplare verschickt wurden, leitete eine Sammelaktion ein, die von Febr. 1945 bis März 1946 rund 47 Mio. Fr. einbrachte. Hilfe wurde in achtzehn europ. Ländern ― auch in Deutschland ― geleistet. Das vom Bundesrat eingesetzte Nationale Komitee präsidierte alt Bundesrat Ernst Wetter, die Zentralstelle leitete Rodolfo Olgiati. Aus der S. entstand 1948 der Verein Schweizer Europahilfe.

Quellen und Literatur

  • S., 1944-48: Tätigkeitsber., 1949
  • J. Weidmann, «Ursprünge der schweiz. Entwicklungshilfe», in SQ 19, 1993, 142-155
  • J.-C. Favez, «Le Don suisse et la politique étrangère», in Des archives à la mémoire, 1995, 325-339