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WernerKuhn

6.2.1899 Maur, 27.8.1963 Basel, ref., von Wallisellen. Sohn des Gottfried, Pfarrers, und der Hulda geb. Bantli. 1931 Karoline Laursen, aus Dänemark. Stud. der Chemie an der ETH Zürich, 1921 Diplom, 1923 Doktorat an der Univ. Zürich. 1924-26 bei Niels Bohr an der Univ. Kopenhagen. 1928 Habilitation in physikal. Chemie an der Univ. Zürich. 1928-30 PD an der Univ. Heidelberg, 1931 ao. Prof. an der Techn. Hochschule Karlsruhe, 1936 Prof. an der Univ. Kiel, 1939 Prof. für physikal. Chemie an der Univ. Basel (1955 Rektor). K. verfasste wichtige Arbeiten zur modellmässigen Deutung der opt. Aktivität. Er erzeugte als Erster optisch aktive Verbindungen durch selektive fotochem. Zerlegung organ. Racemate mit zirkular polarisiertem Licht. Gleichfalls gelang ihm die Trennung von Isotopen durch selektive Bestrahlung und Zersetzung ihrer Gemischverbindungen sowie die Gewinnung von schwerem Wasser mittels einer Destillationskolonne. K. erkannte, dass sich in der Niere ein ähnl. Prinzip zur Aufkonzentrierung des Harns abspielt (Haarnadel-Gegenstromprinzip). Er publizierte über 300 Arbeiten in verschiedenen wissenschaftl. Zeitschriften sowie 1938 ein Lehrbuch der physikal. Chemie. 1961 Marcel-Benoist-Preis.

Quellen und Literatur

  • Verh. der Naturforschenden Ges. in Basel 74, 1963, 239-258 (mit Werkverzeichnis)
  • NDB 13, 268 f.
  • H. Kuhn, «Leben und Werk von Werner K. 1899-1963», in Chimia 38, 1984, 191-211
  • M. Stuber, S. Kraut, Der Marcel Benoist-Preis 1920-1995, 1995, 191
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