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Felix H.Boehm

9.6.1924 Basel, 25.5.2021, reformiert, von Basel. Sohn des Hans Georg Boehm, Buchdruckers und Verlegers, und der Marguerite geborene Philippi. 1956 Ruth Sommerhalder. Felix Hans Boehm studierte Physik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich (1951 Promotion) und vertiefte seine Studien 1952-1953 an der Columbia University in New York und ab 1953 am California Institute of Technology in Pasadena, wo er ab 1961 eine Professur für Physik und 1985-1995 die William-L.-Valentine-Professur für Physik innehatte. Daneben wirkte er als Gastprofessor in Heidelberg, Kopenhagen und für die Europäische Organisation für Kernforschung (Cern) in Genf. Boehm beschäftigte sich mit fundamentalen Aspekten der Kernphysik, wie der schwachen Wechselwirkung und der Kernstrukturen, die er mit Hilfe eines selbst konstruierten gebogenen Kristallspektrometers erforschte. Auf seine Anregung gehen wegweisende Experimente über Neutrino-Oszillationen am Kernkraftwerk Gösgen sowie der im Gotthard-Strassentunnel ausgeführte Versuch zum doppelten Betazerfall zurück. Felix Boehm wurde 1980 mit dem Humboldt-Forschungspreis sowie 1995 mit dem Tom-W.-Bonner-Preis der American Physical Society ausgezeichnet und war seit 1983 Mitglied der amerikanischen National Academy of Sciences.

Quellen und Literatur

  • Boehm, Felix Hans; Vogel, Petr: Physics of Massive Neutrinos, 1987 (19922).
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Kurzinformationen
Variante(n)
Felix Hans Boehm (Taufname)
Lebensdaten ∗︎ 9.6.1924 ✝︎ 25.5.2021

Zitiervorschlag

Kurt Alder: "Boehm, Felix H.", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.10.2021. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/043535/2021-10-25/, konsultiert am 19.05.2022.