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HansBlum

Erstmals erwähnt 1549 in Zürich, letztmals 1552 in Basel, von Lohr am Main (Unterfranken), 1552 von Basel. 1549 Rägali (Regula) Kuchymeister, von Zürich. 1549-1551 ist Hans Blum in Zürich nachweisbar. 1552 kam er als Tischmacher (Schreiner) nach Basel und fand Aufnahme in die dortige Spinnwetternzunft. Bedeutung erlangte er durch sein Buch Quinque columnarum exacta descriptio über die fünf Säulenordnungen, das 1550 bei Christoph Froschauer in Zürich erschien. Das mit grossen Holzschnitten illustrierte Werk fusst auf dem vierten Buch der I sette libri dell'architettura des Italieners Sebastiano Serlio und wurde im selben Jahr auch auf Deutsch veröffentlicht. Bis weit ins 17. Jahrhundert erfuhr es viele Neuauflagen sowie Übersetzungen ins Niederländische, Französische und Englische. Der von Blum eingeführte Typus des «Säulenbuchs» trug wesentlich zur Verbreitung der Renaissance-Baukunst nördlich der Alpen bei. Nach der Zunftaufnahme im Herbst 1552 fehlen weitere Zeugnisse zu seinem Aufenthalt und seiner Tätigkeit in Basel.

Quellen und Literatur

  • Forssman, Erik: Säule und Ornament. Studien zum Problem des Manierismus in den nordischen Säulenbüchern und Vorlageblättern des 16. und 17. Jahrhunderts, 1956, S. 75-79.
  • Ruf, Alfons (Hg.): Die Säulenbücher des Meisters Hans Blum aus Lohr am Main, 1550-1660, 2006 (Nachdruck).
  • Hess, Stefan; Loescher, Wolfgang: Möbel in Basel. Kunst und Handwerk der Schreiner bis 1798, 2012.
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Kurzinformationen
Lebensdaten Ersterwähnung 1549 Letzterwähnung 1552

Zitiervorschlag

Hess, Stefan: "Blum, Hans", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 21.04.2020. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/043585/2020-04-21/, konsultiert am 18.04.2021.