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AlfredCérésole

17.3.1842 Friedrichsdorf (Hessen), 14.1.1915 La Chiésaz (Gem. Saint-Légier-La Chiésaz), ref., von Vevey. Sohn des Auguste, Pfarrers und Theologieprof. an der freien Fakultät Lausanne, und der Sophie geb. Köster. Bruder des Paul (->). 1866 Amélie Francillon, Tochter des Charles. Theologiestud. in Lausanne (Staatskirchentum). Nach der Konsekration 1866 war C. Vikar in Oron und Begnins, 1867-71 Pfarrer in Ormont-Dessus, 1871-90 in Vevey und 1891-1905 in Saint-Légier-La Chiésaz, wo er einen Arbeiterzirkel und eine Kinderkrippe gründete. Während der Besetzung von Genf 1864 war er Sekr. von Bundesrats Constant Fornerod. C. gehörte zu den Gründern der Literaturzeitschrift "Au Foyer romand". In sein literar. Werk liess er Volksbräuche und die Waadtländer Mundart einfliessen. Der in seiner Erzählung "Scènes vaudoises, Journal de Jean-Louis" (1884) beschriebene Typus des Waadtländers wurde überaus populär. C. verfasste Beschreibungen von Montreux und Umgebung, die in Europa und Amerika weite Verbreitung fanden. 1864-65 war C. Zentralpräs. der Société de Belles-Lettres.

Quellen und Literatur

  • ACV, Dossier SDA
  • BCUL, Nachlass
  • V. Périllard, «Alfred C. (1842-1915)», in Sagenerzähler und Sagensammler der Schweiz, 1988
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