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Anne Geneviève deBourbon-Condé

27.8.1619 Vincennes, 15.4.1679 Paris, kath., Tochter von Henri II. de Bourbon, Prinz de Condé, und der Charlotte-Marguerite de Montmorency. Schwester des Grand Condé, Louis II. de Bourbon-Condé. 1642 Henri II. d' Orléans-Longueville. Nach dem Tode ihres Gemahls 1663 wurde die Herzogin Vormund ihrer Kinder Jean-Louis-Charles (1646-94) und Charles-Paris (1649-72) und gelangte so an die Spitze des Fürstentums Neuenburg, wo sie jedoch nie residierte. Der an Geistesschwäche leidende ältere Sohn trat einem Orden bei und verzichtete 1668 auf das Fürstentum zugunsten seines Bruders, der als Kriegsmann wiederum seiner Mutter die Verwaltung von Neuenburg übertrug. Nach dem Tod von Charles-Paris beanspruchte Marie de Nemours, Stiefschwester des Verstorbenen, die Herrschaftsgewalt für sich, wogegen B. sich selbst als Alleinerbin betrachtete. Der Gerichtshof der Drei Stände und schliesslich der als Schiedsrichter beigezogene franz. Kg. Ludwig XIV. gaben 1674 der Herzogin von Longueville Recht. B., ehem. Mitglied der Fronde, hatte sich schon 1668 ins Kloster Port-Royal des Champs bei Paris zurückgezogen.

Quellen und Literatur

  • F. Bluche, Dictionnaire du Grand Siècle, 1990, 890 f.
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