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Dautun

Silberflakon der Lausanner Goldschmiede Papus & Dautun, um 1780 (Musée historique de Lausanne).
Silberflakon der Lausanner Goldschmiede Papus & Dautun, um 1780 (Musée historique de Lausanne).

Goldschmiedefam. aus dem Languedoc, die sich als Glaubensflüchtlinge zuerst in Morges, dann auch an anderen Orten in der Schweiz niederliess. Jean-Pierre (1704-68) ist von 1720-54 als Goldschmied in Morges bezeugt. Sein Bruder Daniel (1695-1771) verliess die Stadt und liess sich in Genf nieder, wo er 1732 Goldschmiedemeister wurde. Ihre beiden Neffen Henri-Benjamin und François, Söhne des Notars Claude in Morges, wurden ebenfalls Goldschmiede. Henri-Benjamin liess sich in Genf nieder und erhielt 1743 das Bürgerrecht. François lebte 1750-53 in Murten. Das bekannteste Mitglied der Fam. ist Pierre-Henri (1729-1803), Sohn Jean-Pierres. Er übte seinen Beruf in Lausanne aus, tat sich mit dem aus dem Périgord geflüchteten Goldschmied Elie Papus (1713-93) zusammen und heiratete 1760 in dessen Fam. ein. Die beiden Goldschmiede arbeiteten etwa von 1764 bis 1793 unter dem Namen Papus & Dautun zusammen. Die Menge und Vielfältigkeit der Arbeiten zeugen von ihrem grossen unternehmerischen Erfolg und ihrem handwerkl. Können. Pierre-Henris Sohn Jean-Elie (1766-1832) wurde 1789 Pfarrer und widmete sich neben seinem Amt der Malerei. Die Fam. starb im 19. Jh. aus.

Quellen und Literatur

  • E. Dick, «Un orfèvre lausannois, Pierre-Henri D.», in RHV, 1951, 139-147
  • P. Chessex, «Document pour servir à l'histoire des arts sous la République helvétique», in Etudes de Lettres, Nr. 2, 1980, 109
  • Trésors d'art religieux en Pays de Vaud, Ausstellungskat. Lausanne, 1982
  • F.-P. de Vevey, Manuel des orfèvres de Suisse romande, 1985