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MagdalenaAebi

4.2.1898 Burgdorf, 12.9.1980 Oberburg, reformiert, von Wynigen. Tochter des Hans, Maschinenfabrikanten, und der Marie geborene Aebi. Ledig. Nach dem Gymnasium in Burgdorf studierte Magdalena Aebi in Zürich und München unter anderem Altphilologie, Kunstgeschichte und Archäologie, in Hamburg Philosophie (u.a. bei Ernst Cassirer), 1943 Promotion mit einer kritischen Kant-Analyse. Ihre überarbeitete Dissertation (1947) erregte Aufsehen und war Gegenstand heftiger Diskussionen. Sie versuchte mit den Mitteln der formalen Logik eine Widerlegung zentraler Beweisgänge Kants, vor allem der transzendentalen Logik. Einen Ruf an die Universität Bern lehnte sie ab. Als Privatgelehrte nahm sie an internationalen Philosophenkongressen teil. Ohne eigenen Haushalt lebte sie in Hotels in Zürich, Freiburg und zuletzt in Oberburg, dazwischen unternahm sie kunstgeschichtliche Reisen. Kleinere Schriften veröffentlichte sie zu Fragen der Wissenschaftstheorie, der Erkenntnistheorie und der Anthropologie.

Quellen und Literatur

  • Kants Begründung der Dt. Philosophie, 1947 (21984)
  • ZBZ, Nachlass
  • Burgdorfer Jb. 49, 1982, 78-81
Weblinks
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Kurzinformationen
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 4.2.1898 ✝︎ 12.9.1980

Zitiervorschlag

Angelica Baum: "Aebi, Magdalena", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 06.03.2001. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/043719/2001-03-06/, konsultiert am 19.08.2022.