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Artari

Familie von Campione d'Italia, seit dem 17. Jahrhundert in Arogno nachgewiesen. Viele ihrer Mitglieder wirkten vom 17. bis 20. Jahrhundert in den grossen europäischen Städten als Architekten, Bildhauer, Stuckateure und Maler. Nach vorübergehenden Auslandsaufenthalten verschiedener Familienmitglieder in Deutschland, England und den Niederlanden liess sich die Familie 1832, darunter Giuseppe Maria Luigi Artari, endgültig im Aostatal nieder. Dessen Söhne Alessandro (1832-1920), Augusto (1840-1924) und Antonio Artari (1844-1901) erhielten ihre Ausbildung an der Turiner Accademia Albertina und nicht mehr, wie noch die früheren Generationen, in einer Wanderwerkstatt. Unter Aufgabe des eklektizistisch-fachübergreifenden Ansatzes ihrer Vorfahren spezialisierten sie sich auf das religiöse Genre, in dem sie im Aostatal eine herausragende Rolle spielten. Ihre übereinstimmende künstlerische Ausrichtung förderte das Zusammenwirken der oft in wechselnden Rollen und als Gruppe arbeitenden Brüder. Von den massgeblichen Arbeiten sind die Dekoration der Wallfahrtskapelle Machaby in Arnad (1859) sowie in Aosta jene der Kapellen Nostra Signora delle Grazie in der Kathedrale (1877), des Piccolo Seminario (1889-1893), des Klosters San Giuseppe (1869), des herzoglichen Salons im Rathaus (1863) sowie des Ospizio di Carità zu erwähnen.

Quellen und Literatur

  • A.M. Careggio, «Appunti e documenti sui pittori Artari», in Bulletin de l'Académie de Saint-Anselme 48, 1977, 283-306
  • S. Barberi, «Pittori valdostani d'un tempo», in Quaderni d'arte della Valle d'Aosta 8, 1991, 54-57
  • S. Barberi, Neoclassicismo in Valle d'Aosta, 1995
  • L. Pizzi, «Albertolli e Artari: costruttori e artisti ticinesi in Valle d'Aosta nei secoli XVIII e XIX», in Bollettino storico della Svizzera italiana 104, 2001, 57-100