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GeorgLeuch

16.4.1888 Bern, 9.8.1959 Lausanne, ref., von Walzenhausen und Bern. Sohn des Samuel Rudolf Albert. 1913 Annie Reineck (->). Nach der Matura in Bern studierte L. Recht in Berlin, Bern und Genf und schloss 1912 seine Ausbildung als Dr. iur. und bern. Fürsprecher ab. 1913-15 war er bern. Handelsgerichtsschreiber, 1916 Vorsteher des Rechtsbüros der schweiz. Nationalbank, 1917-20 bern. Obergerichtsschreiber, 1920-25 Oberrichter. 1925-54 wirkte er dann als Bundesrichter (1947-48 Präs.), wobei er 1926-41 der 2. und ab 1947 der 1. Zivilabt. angehörte. Nach der Inkraftsetzung des eidg. Strafgesetzbuchs präsidierte L. 1942-46 den Kassationshof und wurde somit zum anerkannten Begründer der eidg. Strafrechtspflege. L. galt auch als Spezialist für Zivilprozessrecht (1918 Mitredaktor und Kommentator der bern. Zivilprozessordnung, 1957 Redaktor der neuen Bundeszivilprozessordnung, Mitgestalter des Organisationsgesetzes zur Bundesrechtspflege). 1947-52 präsidierte er die Rekurskomm. für dt. Vermögenswerte und sass in der Raubgutkommission. Er wurde zudem für internat. Schiedsgerichte zugezogen. L. schuf sich nicht nur einen Namen als hervorragender Richter, sondern auch als bedeutender Kommentator. Der begeisterte Alpinist präsidierte die Sektion Bern und war 1923-25 Zentralpräs. des SAC (Ehrenmitglied).

Quellen und Literatur

  • NZZ, 17.12.1954
  • Schweiz. Juristenztg. 55, 1959, 267 f.
  • A. Leuch, Erinnerungen an Georg L., 1961
  • 100 Jahre Akadem. Alpenklub Bern, 2005
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