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HeinrichThyssen-Bornemisza de Kászon

31.10.1875 Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen), 26.6.1947 Castagnola (heute Gemeinde Lugano), katholisch, Deutscher und ab 1907 Ungare. Sohn des August Thyssen, Industriellen, und der Hedwig geborene Pelzer. 1) Margit Bornemisza de Kászon, Baronesse, Ungarin und Holländerin (1932 Scheidung), 2) Else Zarske, 3) Gunhild von Fabrice. Studium der Chemie, Physik und Mineralogie in München, Berlin, Bonn und Heidelberg, 1900 Dr. chem. Kurz nach seiner ersten Heirat 1907 wurde Heinrich Thyssen von seinem ungarischem Schwiegervater adoptiert und erhielt den Titel eines Barons. Er liess sich im Schloss Rohoncz (heute Rechnitz, Österreich) nieder, wo er mit dem Aufbau einer Sammlung alter Meister begann. Mit seinem Bruder Fritz übernahm er 1919-1921 die Mehrheit des Industriekonzerns Thyssen. Seine Kunstsammlung verlegte Thyssen 1919 nach Den Haag und stellte sie 1930 in München aus. Nachdem er die Sammlung dem Gedenken an seinen Vater gewidmet hatte, brachte er sie in der Villa Favorita in Castagnola unter, die er 1932 erworben hatte.

Quellen und Literatur

  • Thyssen & Co. Mülheim a.d. Ruhr: die Gesch. einer Fam. und ihrer Unternehmung, hg. von H.A. Wessel, 1991
  • D. Litchfield, Die Thyssen-Dynastie, 2008
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Variante(n)
Heinrich Thyssen (Taufname)
Lebensdaten ∗︎ 31.10.1875 ✝︎ 26.6.1947

Zitiervorschlag

Lucien Boissonnas: "Thyssen-Bornemisza de Kászon, Heinrich", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.02.2014, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/043967/2014-02-25/, konsultiert am 15.07.2024.