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Bernhard vonGudden

7.6.1824 Kleve (Niederrhein), 13.6.1886 Berg (Bayern), kath.; Sohn des Johannes, Gutsbesitzers und Bierbrauers. 1855 Clarissa Voigt. Schulen in Kleve (Niederrhein), ab 1844 Medizinstud. an den Univ. Bonn, Berlin und Halle, dort 1848 Promotion. 1849-55 Assistent an den psychiatr. Anstalten Siegburg und Illenau (Preussen), dann Direktor der Irrenanstalt Werneck (Bayern). 1869 Prof. für Psychiatrie an der Univ. Zürich und erster Direktor der psychiatr. Klinik Burghölzli. 1872 Prof. an der Univ. München und Direktor der oberbayer. Kreisirrenanstalt. 1874 persönlich geadelt. G. ertrank mit Ludwig II. von Bayern, den er psychatrisch betreute, im Starnberger See. Mit der nach ihm benannten tierexperimentellen Methode der "sekundären Degeneration" zentraler Strukturen wies er u.a. die thalamokortikalen Verbindungen nach. Das Verfahren wurde von seinen Schweizer Schülern Auguste Forel und Constantin von Monakow weiterentwickelt.

Quellen und Literatur

  • NDB 7, 249
  • E.H. Ackerknecht, «G., Huguenin, Hitzig. Hirnpsychiatrie im Burghölzli 1865-1879», in Gesnerus 35, 1978, 66-78
  • W. Gudden, Bernhard von G., 1987
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 7.6.1824 ✝︎ 13.6.1886

Zitiervorschlag

Jagella Denoth, Caroline: "Gudden, Bernhard von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 20.03.2007. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/043990/2007-03-20/, konsultiert am 02.12.2020.