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HildegardGutzwiller

16.12.1897 Basel, 1.7.1957 München, kath., von Therwil. Tochter des Cassian, Prokuristen, und der Helene geb. Jenny. Schwester des Richard (->). Hildegard war auch G.s Ordensname. Besuch des Lehrerinnenseminars in Basel, 1917 Lehrpatent. Volksschullehrerin in Salen-Reutenen. 1919 Eintritt in die Kongregation der Sacré-Cœur-Schwestern in Riedenburg bei Bregenz, 1927 Ewiges Gelübde. Erzieherin und Lehrerin im Sacré-Cœur-Kloster Sophianum in Budapest, 1934 dort Oberin. G. rettete 1944-45 durch Aufnahme ins Kloster zahlreiche Flüchtlinge, darunter 38 jüd. Frauen und Kinder, vor der Deportation. 1951 Oberin in Riedenburg, 1953 in München. 1995 vom Direktorium von Yad Vashem in Jerusalem als Gerechte der Völker anerkannt. G.s Name figuriert auf der Ehrentafel der Grossen Synagoge in Budapest.

Quellen und Literatur

  • Archivi Generali della Società del Sacro Cuore, Rom
  • J. Gutzwiller, Sanfte Macht: Hildegard G., 1998
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 16.12.1897 ✝︎ 1.7.1957

Zitiervorschlag

Conzemius, Victor: "Gutzwiller, Hildegard", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 05.11.2009. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/044004/2009-11-05/, konsultiert am 28.11.2020.