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Gallia

Caesars Bezeichnung des von den Römern eroberten Gebietes zwischen Rhein, Alpen, Mittelmeer, Pyrenäen und Atlantik leitet sich ab von den Galli genannten kelt. Bewohnern. Die Römer nahmen zunächst 125-118 v.Chr. den Süden des Landes (später Provence) ein, die sog. Gallia Transalpina (im Unterschied zu der noch früher eroberten, ebenfalls von Galliern bewohnten Gallia Cisalpina bzw. Oberitalien). Caesar weitete 58-51 v.Chr. die Eroberung auf die gesamte G. aus; die neu bezwungenen Teile hiessen auch - nach der Haartracht der Bewohner - Gallia Comata, das "langhaarige" Gallien. Augustus teilte das gesamte Gebiet administrativ neu ein in die Gallia Narbonensis (den oben erw. Süden des Landes) und in die Tres Galliae (Lugdunensis, Aquitania und Belgica), die im Provinziallandtag in Lyon zusammengefasst waren. Die Kolonien Nyon und Augst sowie das Gebiet der Helvetier waren zuerst der Provinz Lugdunensis, dann (spätestens ab Tiberius) der Provinz Belgica zugeordnet. Aus der Belgica wurden 85 n.Chr. die Militärbezirke ausgegliedert und in Germania Inferior und Germania Superior umbenannt; in die Letztere waren Nyon, Augst und das Stammesgebiet der Helvetier eingegliedert. Die Grenze zwischen den Provinzen Germania Superior und Raetia verlief somit mitten durch die heutige Schweiz.

Quellen und Literatur

  • Der Neue Pauly 4, 1998, 763-767
  • Die Regionen des Reiches, hg. von C. Lepelley, 2001 (franz. 1998)
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