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JohnTyndall

2.8.1820 Leighlin-Bridge (Irland), 4.12.1893 Hindhead bei London, Anglikaner, englische Herkunft, 1887 Ehrenbürger von Naters. Sohn des John, Polizisten, und der Sarah geborene McAssey. 1876 Louisa Charlotte Hamilton. Ab 1840 Mitarbeiter der königlichen Landesvermessung in Irland und England, 1847 Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften in Hampshire. Ab 1848 Mathematik-, Physik- und Chemiestudium in Marburg, 1850 Doktorat, 1853 Professor für Physik und Naturphilosophie an der Royal Institution in London, Forschung in den Bereichen Elektromagnetismus, Thermodynamik, Bakteriologie und Gletscherbewegungen, Entdecker des Tyndall-Effekts (Streuung von Licht in einem trüben Medium). Nach einer ersten Reise durch die Schweiz 1849 weilte John Tyndall 1857-1869 jeweils im Sommer in den Alpen. Ihm gelang 1861 mit Johann Joseph Benet und Ulrich Wenger die Erstbesteigung des Weisshorns. 1862 scheiterte er knapp an der Erstbesteigung des Matterhorns. 1877-1893 verbrachte Tyndall die Sommermonate in der von ihm erbauten Villa Alp Lusgen auf der Belalp (Gemeinde Naters), wo 1911 ein Denkmal eingeweiht wurde.

Quellen und Literatur

  • The Glaciers of the Alps, 1860 (dt. 1898)
  • A.S. Eve, C. H. Creasey, Life and Work of John Tyndall, 1945
  • E. Jossen, Naters, 2000, 477-481
  • U. DeYoung, A Vision of Modern Science, 2011
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Zitiervorschlag

Bernard Truffer: "Tyndall, John", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 07.01.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/044280/2014-01-07/, konsultiert am 23.04.2024.