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FrançoisGrasset

Frontispiz und Titelseite der Biblia sacra, die der Lausanner Drucker 1759 unter dem fiktiven Erscheinungsort Antwerpen herausgab (Bibliothèque cantonale et universitaire Lausanne).
Frontispiz und Titelseite der Biblia sacra, die der Lausanner Drucker 1759 unter dem fiktiven Erscheinungsort Antwerpen herausgab (Bibliothèque cantonale et universitaire Lausanne). […]

7.2.1723 Genf, 28.7.1789 Lausanne, ref., Natif von Genf, ab 1759 Bürger von Vich. Sohn des Pierre, Druckergehilfen, Natifs von Genf, und der Catherine Reverdin. 1) Judith Galley, Native von Genf, Tochter des Jean, 2) Marie-Madeleine Terroux, Native von Genf, Tochter des François, Druckers. 1736-53 war G. erst Gehilfe, dann Angestellter bei Gabriel und Philibert Cramer in Genf. Nach einem Zerwürfnis, dem möglicherweise Betrügereien seinerseits zugrunde lagen, verliess G. sie überstürzt und reiste dann als Gelegenheitsbuchhändler durch Europa. 1754 liess sich G. ein erstes Mal in Lausanne bei Marc-Michel Bousquet nieder. Von der Berner Obrigkeit verbannt und mit Druckverbot belegt, flüchtete er nach Frankreich, Spanien und Portugal. 1767 kehrte er nach Lausanne zurück. Im selben Jahr erhielt er die Konzession als Drucker. Sein Betrieb, die François Grasset & Cie., florierte und gab namentlich Albrecht von Haller, Auguste Tissot und Voltaire heraus, wobei Letzterer G. zu Unrecht beschuldigte, das Spottgedicht "Die Jungfrau von Orléans" ohne seine Einwilligung veröffentlicht zu haben. G. war eine bedeutende Figur der Lausanner Verlegerszene in der 2. Hälfte des 18. Jh.

Quellen und Literatur

  • S. Corsini, Fieffé frippon ou libraire de génie?: la percée de François G. à Lausanne, Liz. Lausanne, 1984
  • Le livre de Lausanne, hg. von S. Corsini, 1993, 52-57, 60-63
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Lebensdaten ∗︎ 7.2.1723 ✝︎ 28.7.1789