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Friedrich-MoritzStapff

26.10.1836 Gerstungen (Thüringen), 17.10.1895 Tanga (Deutsch-Ostafrika, heute Tansania), protestantisch, Deutscher. Sohn des Georg Caspar, Amtkommissars, und der Wilhelmine geborene Rudolph. 1) Anna Martin, 2) Laura Martin. 1854-1856 Montangeologiestudium an der Bergakademie Freiberg (Sachsen), 1861 Dr. phil. an der Universität Jena. 1857-1869 in Schweden, 1869-1872 in den USA und in Mexiko im Bergbau tätig. 1873 Geologe der Bausektion Airolo beim Gotthardtunnelbau, 1875-1882 Leiter der geologischen Abteilung in der Zentralbauleitung für praktische und wissenschaftliche Belange. In dieser Funktion erstellte Friedrich-Moritz Stapff mit Gesteinsproben belegte Detailprofile und beschäftigte sich mit Fragen der Bohrtechnik, Sprengarbeit, Gebirgsbildung, Verteilung der Erdwärme sowie der Meteorologie, worüber er etwa 40 Studien veröffentlichte. Ab 1883 in Berlin-Weissensee, geologische Kartierungen sowie Gutachtertätigkeit in ganz Europa und in deutschen Kolonien. 1893-1895 Privatdozent für dynamische Geologie an der Technischen Hochschule Berlin.

Quellen und Literatur

  • SBB Historic
  • M. Wanner, Gesch. des Baues der Gotthardbahn, 1885
  • Zs.f. prakt. Geologie, 1896, 84-88 (mit Werkverz.)
  • F. Moeschlin, Wir durchbohren den Gotthard, 21957, 529
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Zitiervorschlag

Peter Müller-Grieshaber: "Stapff, Friedrich-Moritz", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 22.12.2011. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/044409/2011-12-22/, konsultiert am 14.06.2024.