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FranzFankhauser

7.9.1924 Thun, 27.4.2020 Bern, reformiert, von Bern, Thun und Trub. Sohn des Werner Fankhauser, Kaufmanns, und der Louise Georgette geborene Marchand. Sylwia Kwasniewska, Ärztin, Tochter des Arztes Zdzislaw Kwasniewski, aus Warschau. Franz Fankhauser besuchte das Gymnasium in Schiers und absolvierte anschliessend ein Medizinstudium in Bern (Staatsexamen 1950, Dr. med. 1952). 1954-1958 machte er seine klinische Ausbildung bei Hans Goldmann an der Universitätsaugenklinik des Inselspitals in Bern. 1958-1960 leitete er die Augenklinik des Medical College in Ludhiana (Punjab, Indien). 1960-1961 forschte er an der Washington University in St. Louis (Missouri). 1962-1981 war er als Oberarzt und Abteilungsleiter wieder an der Augenklinik des Inselspitals in Bern tätig, an der er auch ab 1970 als Privatdozent bzw. ab 1972 als ausserordentlicher Professor für Ophthalmologie lehrte. Die Augenheilkunde verdankt Fankhauser unter anderem die Automatisierung und semiquantitative Standardisierung der Gesichtsfeldprüfung (Perimetrie); dafür und für die Einführung gepulster Laserstrahlen zur Vornahme direkter Eingriffe am Auge wurden ihm mehrere Auszeichnungen verliehen (1982 Marcel-Benoist-Preis, 1984 Dr. med. h.c. der Universität Basel, 1988 Helmholtz-Medaille, 1994 Karl-Wessely-Medaille, 1996 Graefe-Medaille). Fankhauser verfasste – zum Teil gemeinsam mit seiner Frau – gegen 300 wissenschaftliche Aufsätze.

Quellen und Literatur

  • Stuber, Martin; Kraut, Sabine: Der Marcel-Benoist-Preis 1920-1995. Die Geschichte des eidgenössischen Wissenschaftspreises, 1995.
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 7.9.1924 ✝︎ 27.4.2020

Zitiervorschlag

Boschung , Urs: "Fankhauser, Franz", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 13.08.2020. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/044441/2020-08-13/, konsultiert am 02.03.2021.