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ClaraHaskil

Während eines Klavierrezitals im Theater von Vevey am 21. Oktober 1949. Fotografie von E. Klein (Musée historique de Vevey).
Während eines Klavierrezitals im Theater von Vevey am 21. Oktober 1949. Fotografie von E. Klein (Musée historique de Vevey). […]

27.1.1895 Bukarest, 7.12.1960 Brüssel, isr., Rumänin, ab 1949 von Vevey. Tochter des Isaac, Mathematikers, und der Berthe geb. Moscuna, Schneiderin. Ledig. H. erhielt als äusserst begabtes Kind ein Stipendium und studierte Klavier, ab 1902 bei Richard Robert in Wien und ab 1905 bei Joseph Morpain, Alfred Cortot und Lazare Lévy am Konservatorium von Paris. 1909 gewann sie den ersten Preis für Geige und den zweiten Preis für Klavier, 1910 den ersten Preis für Klavier. Eine schwere Skoliose behinderte sie bis 1920 erheblich. Trotz Unterstützung wurde sie kaum bekannt, da ihr zurückhaltendes, schlichtes Spiel dem damaligen Geschmack nicht entsprach. 1927-40 lebte sie in Paris. Ab den 1930er Jahren gab sie in der Schweiz, in Belgien und in den USA Konzerte. Immer noch verkannt, produzierte sie eine erste Platte, die von den Kritikern nicht beachtet wurde. 1942 flüchtete sie in die Schweiz. Nach dem Krieg spielte sie im Duo mit Arthur Grumiaux. Mit der Holland-Tournee von 1950 wurde sie endgültig berühmt. H. gehört zu den grössten Pianistinnen und Pianisten des 20. Jh. In den letzten zehn Lebensjahren trat sie auf der ganzen Welt auf. Mehrere Platten wurden mit dem Grand Prix du Disque ausgezeichnet. 1963 wurde in Vevey der Clara-Haskil-Wettbewerb für junge Pianistinnen und Pianisten gegründet.

Quellen und Literatur

  • J. Spycket, Clara H., 1984 (franz. 1975)
  • Frauen mit Flügel, hg. von M. Steegmann et al., 1996, 245-292
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Lebensdaten ∗︎ 27.1.1895 ✝︎ 7.12.1960