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Schweizer Verlagshaus

Gegründet wurde das Schweizer Druck- und Verlagshaus 1907 als genossenschaftl. Verlag in Zürich vom Verleger Hugo Richter mit Übernahme der Konkursmasse des zürcher. Caesar-Schmidt-Verlags. Der Druckereibesitzer Gottlieb Meyer, der ab 1924 "Meyers Schweizer Frauen- und Modeblatt" herausgab, trat 1909 als Genossenschafter ein, wurde 1921 Präs. und kaufte bis 1930 die meisten Anteilscheine auf. Seither ist das Unternehmen (ab 1964 S. AG) im Besitz der Fam. Meyer. Neben Romanen, Jugend- und Sachbüchern edierte es ab 1941 auch die landwirtschaftl. Zeitschrift "Die Grüne". Nach schwierigen Anfangsjahren stellte sich in den 1930er Jahren der Erfolg ein. 1957 veröffentlichte der Verlag 19 Neuerscheinungen und beschäftigte 65 Angestellte.

Schweizweit bekannt wurde der Verlag mit der "Neuen Schweizer Bibliothek" (NSB). Die 1934 eingeführte Buchreihe bot Schweizer Autoren eine Plattform (u.a. Francesco Chiesa, Meinrad Inglin, Mary Lavater-Sloman, Hugo Marti); bis 1950 erschienen 96 Bände. Die wegen Abonnentenmangels 1950 erfolgte Umwandlung in den gleichnamigen Buchklub brachte neuen Schwung; ab 1954 war die NSB das wichtigste Verlagsprodukt. 1956-57 wurden NSB-Bücher-Studios in Zürich, Bern und Basel eröffnet, später auch in St. Gallen und Rapperswil (SG). 1993 stellte das S. seine Verlagstätigkeit ein; es verkaufte die NSB (150'000 Abonnenten) 1997 an den dt. Medienkonzern Bertelsmann, der den Buchklub fortan betrieb. Das S. verwaltete 2008 nur mehr Immobilien.

Quellen und Literatur

  • 50 Jahre Schweizer Druck- und Verlagshaus AG Zürich, 1957
  • 50 Jahre NSB 1934-1984, [1984]