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Edmond HenriFischer

6.4.1920 Schanghai, 27.8.2021 Seattle, ab 1947 von Genf, später Bürger der USA. Sohn des Österreichers Oscar Fischer, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlers, und der Schweizerin Renée geborene Tapernoux. 1) 1948 Nelly Gagnaux, von Genf, 2) 1963 Beverly Bullock. Edmond Henri Fischer studierte ab 1939 Biologie und Chemie an der Universität Genf (Promotion 1947) und war dort 1950-1952 Privatdozent. Ab 1953 war er als Biochemiker in den USA tätig, wurde 1956 ausserordentlicher Professor am California Institute of Technology in Pasadena und arbeitete 1961-1990 als ordentlicher Professor für Biochemie an der University of Washington in Seattle. Von ihm stammen wichtige Arbeiten über Enzyme, vor allem zur reversiblen Phosphorylierung als Mechanismus biologischer Regulationen. Edmond Henri Fischer gehörte zahlreichen wissenschaftlichen Gremien an und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 1952 mit der Werner-Medaille der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft und 1992 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin (Entdeckung von Mechanismen zur Eiweisssteuerung im menschlichen Körper). Er war zudem Ehrendoktor mehrerer Universitäten.

Quellen und Literatur

  • Frängsmyr, Tore; Lundeberg, Birgitta (Hg.): Les Prix Nobel 1992, 1993, S. 116-139.
Von der Redaktion ergänzt
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7.9.2021 (Nachruf).
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Zitiervorschlag

Marcel H. Bickel: "Fischer, Edmond Henri", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 27.01.2022. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/044780/2022-01-27/, konsultiert am 08.08.2022.