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KuhnZH, Männedorf

1864 gründete der aus dem württemberg. Waldsee stammende Johann Nepomuk (1827-88) zusammen mit Heinrich Spaich eine Orgelbauwerkstätte in Männedorf. Die Fam. K. wurde 1877 in Männedorf eingebürgert. Sohn Carl Theodor (1865-1925) erlernte den süddeutsch geprägten Orgelbau beim Vater, liess sich später durch den franz. Orgelbauer Aristide Cavaillé-Coll beeinflussen, übernahm 1889 das Unternehmen, gründete Zweigstellen in Frankreich und wandelte 1925 das Geschäft in eine Aktiengesellschaft um. Er gilt mit gegen 600 Instrumenten als der bedeutendste, technisch innovativste Orgelbauer der Schweiz, der 1891 die Röhrenpneumatik patentieren liess. Die Orgelbau Theodor Kuhn AG beteiligte sich früh an der europ. "Orgelbewegung" (Rückbesinnung auf die barocke Orgel und hist. Vorbilder) und ist heute für ihre hervorragend intonierten, leicht spielbaren Orgeln mit moderner mechan. Traktur bekannt. Ihr Anliegen ist ferner die stilgerechte Restauration sowie der Nachbau historisch wertvoller Instrumente. Zu ihren Aufträgen zählten u.a. die alte Tonhalle-Orgel in Zürich (1872), die Orgeln der Kathedrale St. GalIen (1875, 1968), des Zürcher Grossmünsters (1876), des Berner Münsters (1930), der Kathedrale Freiburg (1937), der Kirche St. Leonhard in Basel (1969), der Predigerkirche in Zürich (1970).

Quellen und Literatur

  • F. Jakob, Hundert Jahre Orgelbau Theodor Kuhn AG in Männedorf-Zürich, 1864-1964, 1964
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