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Pierre-FrançoisFavre

8.8.1706 Bretigny (Gem. Saint-Barthélemy), 3.5.1795 Bretigny, kath., von Bretigny. Sohn des Charles Nicolas und der Elisabeth Mathey. F. wurde vom Erzbf. von Avignon 1731 zum Priester geweiht und begleitete den Bf. von Halicarnassos 1738-42 bei dessen apostol. Besuch der Missionen von Annam, in Cochinchina und in Kambodscha. Bei seiner Rückkehr wurde er in Rom zum Generalprokurator der ausländ. Missionen in Paris, apostol. Protonotar und Ritter des Goldenen Sporns ernannt. Seine "Lettres édifiantes et curieuses sur la visite de M. (François Des-Achards) de La-Baume, Evêque d'Halicarnasse, à la Cochinchine en l'année 1740", die angeblich in Venedig, in Wirklichkeit aber 1746 in Neuenburg veröffentlicht worden waren, wurden vom Lausanner Bf. Joseph Hubert de Boccard verboten und auf Anweisung der Freiburger Regierung verbrannt. F. wurde seiner kirchl. Funktionen enthoben, behielt aber seine Priesterrechte. Er war Seelsorger zahlreicher ausländ., nach Lausanne ausgewanderter aristokrat. Familien. 1787 veröffentlichte er in Avignon unter dem Titel "Mémoire intéressant pour la paroisse d'Assens" eine Schmähschrift, die gegen seinen Pfarrer Jean-Baptiste d'Odet, den späteren Bf. von Lausanne, gerichtet war. Obwohl F. den Streit mit seinen kirchl. Vorgesetzten geradezu gesucht zu haben scheint, genoss er das Wohlwollen versch. Prälaten.

Quellen und Literatur

  • Mémoire apologétique appelant des sentences de l'évêque de Lausanne, 1747
  • H. Perrochon, «Enigmes et aventures», in ZSK, 1954, 127-160
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Lebensdaten ∗︎ 8.8.1706 ✝︎ 3.5.1795