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vonEggenburg

Das angesehene, aber nicht nachweislich ritterliche Nidwaldner Geschlecht von Eggenburg ist erstmals mit Nikolaus belegt, der 1341 dem Kloster Engelberg übertragene Güter wieder zu Erblehen empfing. Die von Eggenburg waren ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in der Führungsschicht vertreten. Ein Jenni (Hans) und ein Hensli fielen 1443 im Alten Zürichkrieg, drei weitere Eggenburg starben 1515 bei Marignano. Hans war 1477-1484 Landweibel und Richter. Er verkaufte 1484 einen Teil seines Güterkomplexes im Zentrum von Stans. Kaspar war 1506-1525 Landschreiber. Ulrich, verschwägert mit Ritter Melchior Lussi, amtete 1540-1541 als Landvogt in Bellinzona. 1550 stand er einer erfolglosen demokratischen Oppositionsbewegung, dem sogenannten Hirsrat, vor. 1553 erwarb er die Burg Füglislo in Wolfenschiessen. Sein Sohn Sebastian verkaufte 1604 den letzten Besitz in der Kniri in Stans. Die Nachkommen verarmten und waren grösstenteils Handwerker. Das Geschlecht erlosch in weiblicher Linie 1717.

Quellen und Literatur

  • Kdm Unterwalden, 21971
  • J. Odermatt, «Stans, Kniri», in BGN, H. 41, 1983, 23 f.

Zitiervorschlag

Andrea Weibel: "Eggenburg, von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 08.11.2005. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/045126/2005-11-08/, konsultiert am 14.04.2024.