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Johann JakobZeiller

8.7.1708 Reutte (Tirol), 8.7.1783 Reutte, katholisch, aus dem Tirol. Sohn des Paul, Malers, und der Maria Kurz. Ledig. Ab 1723 Lehrzeit bei Sebastiano Conca in Rom, 1729-1732 bei Francesco Solimena in Neapel. 1733-1744 Mitarbeiter von Paul Troger in Wien, daneben Studium an der Kunstakademie. 1737 Titel eines kaiserlichen Hofmalers. Um 1755 zog Zeiller nach Reutte, wo er die Werkstatt seines Vaters übernahm. Der vorwiegend im süddeutschen Raum tätige Tafel- und Freskomaler, dessen umfangreiches Werk sich grösstenteils auf die Sakralmalerei beschränkte, schuf 1761 die Decken- und Wandfresken im oberen Chor der Klosterkirche Fischingen. Die im späten Rokokostil gehaltenen Fresken mit der Darstellung des sich illusionistisch öffnenden Himmels im Deckengemälde weisen bereits eine klassizistische Tendenz auf. Damit verdeutlichen sie Zeillers Schulung an der wienerischen Monumentalmalerei nach der Jahrhundertmitte.

Quellen und Literatur

  • ADB 45, 652-660
  • Kdm TG 2, 1955, 106-108
  • F. Matsche, Der Freskomaler Johann Jakob Zeiller 1708-1783, 1970
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 8.7.1708 ✝︎ 8.7.1783

Zitiervorschlag

Anna Katharina Bähler: "Zeiller, Johann Jakob", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 05.02.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/045157/2014-02-05/, konsultiert am 21.09.2023.