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ReesGwerder

30.7.1911 Bisisthal (Gem. Muotathal), 4.1.1998 Arth, kath., von Muotathal. Sohn des Andreas, Bergbauern, und der Rosa geb. Inderbitzin. Witwe Josefina Inderbitzin. Der im Muotathaler Weiler Hürithal aufgewachsene G. war dort später als Bergbauer tätig; ab 1945 lebte er auf dem Gängigerberg ob Arth. Mit fünf Jahren übte er zum ersten Mal auf dem Schwyzerörgeli seines Vaters, mit fünfzehn spielte er - des Notenlesens nie mächtig - nach Gehör zahlreiche Melodien, v.a. Kurztänze (sog. Stümpeli). 1930 erwarb er die erste 60-bässige "Eichhorn"-Orgel und trat am Güdelmontag in Schwyz erstmals öffentlich auf. Musikpartner von G. waren später u.a. Paul Suter, Thomas Marthaler, Ludi Hürlimann und Dominik Marty (Syti Domini). Sein Repertoire zählte etwa 230 Tänze, die Hälfte eigene Kompositionen, von denen viele auf alten überlieferten Melodien basierten. 1962-91 veröffentlichte er rund 100 Titel auf Tonträgern. G. wirkte auch im Dokumentarfilm "Ur-Musig" von Cyrill Schläpfer mit. Mit seinem unverwechselbaren Stil - die für das Muotatal charakterist. Melodik, gekennzeichnet durch oft fremdartige Akkordfolgen, häufige Tonartwechsel sowie Kreuz- und Halbtöne - prägte G. die Volksmusik stark mit.

Quellen und Literatur

  • E. Roth, Lex. der Schweizer Volksmusikanten, 1987, 72
  • T. Küng, «Rees G.», in Du, 1993, Nr. 7, 29-31
  • E. Roth, Rees G., 2003, 1-8
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Lebensdaten ∗︎ 30.7.1911 ✝︎ 4.1.1998

Zitiervorschlag

Hans Steinegger: "Gwerder, Rees", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 12.12.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/045249/2013-12-12/, konsultiert am 06.12.2022.