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GeorgeMontandon

19.4.1879 Cortaillod, 3.8.1944 Fulda, von Le Locle und La Brévine, ab 1936 Franzose. Sohn des Jämes, Kaufmanns, und der Cornélie Philippine Catherine geb. Rehfuss. 1921 Marie Konstantinovna Zviaghina, Tochter des Konstantin Petrowitsch, Russin. Stud. der Medizin in Genf und Zürich (1906 Dr. med.) sowie ab 1919 der Ethnografie. 1909-14 Reisen in Äthiopien, Japan und den USA. 1920 im Auftrag des IKRK in Sibirien. Redaktor der "Gazette de Lausanne". 1925 nach Verurteilung wegen übler Nachrede Wohnsitznahme in Frankreich. Ab 1928 Autor mehrerer Werke zum Thema Rassen, ab 1933 Professor an der Ecole d'anthropologie in Paris und Annäherung an rassist. und antisemit. Bewegungen, 1941-44 Schriftleitung von "L'Ethnie française", 1941 Weiterbildung in Deutschland zur Anwendung der Nürnberger Rassengesetze. M. arbeitete ab 1942 für das Commissariat général aux questions juives und übernahm 1943 die Leitung des Institut d'études des questions juives et ethnoraciales, an dem er Genetik und Eugenik unterrichtete. Er starb an den Folgen eines Anschlags der Résistance.

Quellen und Literatur

  • M. Knobel, «L'ethnologue à la dérive», in Ethnologie française 18, 1988, 107-113
  • L'antisémitisme de plume, hg. von P.-A. Taguieff et al., 1999, 277-293
  • NZZ, 4./5.8.2001
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Lebensdaten ∗︎ 19.4.1879 ✝︎ 3.8.1944