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AdolfGrieder

Plakat für das Seidengeschäft an der Zürcher Bahnhofstrasse, gestaltet 1917 von Karl Bickel (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).
Plakat für das Seidengeschäft an der Zürcher Bahnhofstrasse, gestaltet 1917 von Karl Bickel (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).

11.11.1854 Binningen, 29.4.1933 Castagnola (heute Gem. Lugano), ref., von Rünenberg und Basel. Sohn des Gottlieb, Kleinbauern und Posamenters, und der Susanna geb. Raas. 1) 1880 Selma Widmer, Tochter des Daniel, von Basel, 2) 1920 Augusta Lina Rüegg, Tochter des Jacob Augusto, von Bauma. Mit 13 Jahren Lehre als Seidenbandweber, autodidakt. Ausbildung zum Kaufmann, Aufenthalte in Lille und London (1879). Ab 1880 in Zürich als Vertreter einer Pariser Textilfirma tätig, danach Angestellter des Seidenhauses Henneberg (1883 Prokura). 1889 Gründung der Adolf Grieder & Cie., Seidenwaren, für Versand und Detailverkauf. Schon 1893 erfolgte der Umzug in ein grösseres Geschäftslokal und die Errichtung von Spezialabteilungen (Damenkonfektion und -schneiderei, Putz- und Plissébrennerei, Strümpfe, Modeartikel). 1908 wurde die Herrenabteilung eröffnet, 1911 eine Filiale in Luzern. 1913 erfolgte der Umzug in das Haus Peterhof am Paradeplatz (Seidenhaus G.). 1889 zählte das Unternehmen vier, 1913 ca. 300, 1923 ca. 500 Mitarbeiter. 1918 zog sich G. aus der Firma zurück. Die Nachfolgefirma Grieder & Cie. (1918) wurde zuerst von G.s Sohn Edgar, nach dessen Tod von dessen Frau Annie E. G.-Both und 1952-72 von deren Sohn Peter weitergeführt (1927 Filiale in St. Moritz, 1953 im Flughafen Kloten, 1956 auf dem Bürgenstock). 1972 kaufte die Brunschwig & Cie. SA in Genf die Grieder + Cie. AG (ab 1961) und führte die Geschäfte in der Gruppe Bon Génie / Grieder weiter.

Quellen und Literatur

  • Zum Gedächtnis an Herrn Adolf G., [1933], (ZBZ)
  • 75 Jahre Grieder, 1964
  • NZZ, 15./16.4.1989
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Lebensdaten ∗︎ 11.11.1854 ✝︎ 29.4.1933