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Verda

Weit verzweigte, ab dem 14. Jahrhundert bezeugte Familie von Gandria. Aus der Familie gingen Architekten, Ingenieure und Stuckateure hervor, die an europäischen Höfen wirkten. Die von der sogenannten Verda de Olivetis-Linie abstammenden Brüder Alessandro, Giovanni Antonio und Vincenzo arbeiteten in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in der Steiermark und in Kärnten. Zum selben Zweig gehörte Giovanni Battista (1582-1648), der in Österreich zahlreiche bedeutende Ämter bekleidete, unter anderem dasjenige des Reichshofkanzlers. Mit seinem Bruder Giovanni Pietro (1655) erhielt er 1623 von Kaiser Ferdinand II. den Titel Baron von Verdenberg (oder nur Verdenberg) und 1630 den Grafentitel. Im 18. Jahrhundert legte der aus Lugano stammende Priester, Botaniker und Dichter Bartolomeo (1744-1820) ein wissenschaftlich bedeutendes Herbarium an.

Quellen und Literatur

  • B. Bordoni, «I Verda di Gandria, baroni e conti di Verdenberg», in BSSI, 1966, 51-84
  • C. Agliati, «Una storia di partenze e ritorni», in Maestri d'arte del lago di Lugano alla corte dei Borboni di Spagna, hg. von C. Agliati, 2010, 17-41

Zitiervorschlag

Francesca Luisoni: "Verda", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 05.01.2015, übersetzt aus dem Italienischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/045826/2015-01-05/, konsultiert am 16.04.2024.