de fr it

Euro

Europ. Währungseinheit, die seit 1999 in elf Ländern der EU die Rechnungseinheit Ecu abgelöst hat. Ein E. war bei der Einführung 1,6 Fr. oder 1,1 Dollar wert. E.-Noten und -Münzen ersetzten in den 11 EU-Ländern zwischen dem 1.1. und dem 1.7.2002 die nationalen Zahlungsmittel, die aus dem Umlauf gezogen wurden - die Schweiz wurde damit zur Währungsinsel im "Euroland". Wie im Vertrag von Maastricht 1992 festgelegt, mussten die der Europ. Währungsunion beitretenden Länder gewisse Konvergenzkriterien bezüglich ihrer Finanz- und Währungspolitik erfüllen. Während v.a. dt. und österr. Ökonomen vor nachteiligen Folgen der Einführung des E.s und der von der Europ. Zentralbank zu verfolgenden Doktrin der Preisstabilität warnten, begrüsste die Schweiz. Nationalbank diese währungspolit. Ausrichtung. Befürchtungen vor einem extremen Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken erwiesen sich 1999 als unbegründet (Geld- und Währungspolitik). Dessen Kurs war im Verhältnis zum E. bis Herbst 2001 relativ stabil. Ab Herbst 2001 und v.a. dann 2002 wurde der Franken gegenüber dem E. und dem Dollar etwas teurer, obwohl die Nationalbank die geldpolit. Zügel lockerte. Ende 2004 war noch nicht abzusehen, inwieweit der E. sich in grenznahen Gebieten, im Tourismussektor und im Zahlungsverkehr zwischen Firmen in der Schweiz und der EU als Parallelwährung entwickelt.

Quellen und Literatur

  • Quartalsh./Schweiz. Nationalbank 1998, 1999
  • Handelsztg. 17.11.1999
  • C. Spahr, Der Euro auf der Suche nach seiner Identität, 2001
  • Der Euro und die Schweiz, 2002
Kurzinformationen
Kontext Europäische Währungsunion