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Gustav AdolfGlinz

22.8.1877 St. Antoni, 24.4.1933 Zürich, ref.; Sohn des Emil, Pfarrers. 1911 Anna Berta Maria Frey, Tochter des Eduard, Pfarrers, von Aarau. Stud. der Theologie in Neuenburg, Basel, Berlin und Marburg, 1901 Ordination. Pfarrer in mehreren Gem. der Schweiz, u.a. in Müllheim. Unter dem Einfluss Johann Christoph Blumhardts und Adolf Schlatters wandte sich G. von der liberalen der biblizistischen und durch Wilhelm Löhe der evang.-kath. Theologie zu. Er war Mitarbeiter der Zeitschrift "Una Sancta", Vorstand des Hochkirchl.-ökumen. Bundes und der Hochkirchl. Vereinigung, welche innerhalb der prot. Kirche eine Strömung repräsentierten, die sich verstärkt an kath. Traditionen orientierte. 1930 trat G. in den Ruhestand und empfing von Pierre Gaston, einem Bischof der gallikan. Kirche, die Bischofsweihe. G. widmete sich nun in Rüschlikon dem ökumen. Werk des Schweiz. Diakonievereins. Er gilt als Pionier der hochkirchl.-sakramentalen Erneuerung der evang. Kirche und des Una-Sancta-Gedankens, der die Wiedervereinigung der christl. Kirche verfolgt.

Quellen und Literatur

  • Luther als ökumen. Grösse, 1929
  • NDB 6, 455 f.
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Lebensdaten ∗︎ 22.8.1877 ✝︎ 24.4.1933