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HenriHentsch

17.2.1761 Genf, 14.8.1835 Neuilly-sur-Seine (Ile-de-France), ref., 1792 in Genf eingebürgert, ab 1794 Bürger von Netstal. Sohn des Benjamin-Gottlob, Pfarrers und Privatlehrers, und der Marie-Charlotte Delaporte. 1) 1785 Louise Cardoini, Tochter des Isaac, Pfarrers, 2) 1827 Madeleine-Louise Dumond, aus Paris. H. absolvierte bei Develay & Cie. (Leinwandhandel) eine kaufmänn. Lehre. Danach arbeitete er für Picot, Fazy & Cie. (Fabrikation versch. Baumwollstoffe, Geldwechsel- und Bankgeschäft), deren Niederlassung in Lyon er 1787-93 leitete. Dann eröffnete er ein eigenes Wechselbüro in Genf. Nachdem er im Verlauf der Genfer Revolution von 1793 gefangen genommen und ausgewiesen worden war, baute er in Nyon ein Tuchgeschäft auf. Nach Genf zurückgekehrt, gründete er 1796 die H. Hentsch & Cie. (Seidenhandel und Kommissionsgeschäft). 1798 wurde sein Cousin Jean-Gédéon Lombard Teilhaber der Firma, die sich nun Hentsch, Lombard & Cie. (Kommissionsgeschäft) nannte, verliess aber das Unternehmen 1800 wieder, um bei Lullin & Cie. einzusteigen, worauf H. zum ursprüngl. Firmennamen zurückkehrte. 1805 erwarb er ein Gut am Seeufer bei Sécheron, wo er zahlreiche Berühmtheiten empfing, die sich auf der Durchreise nach Genf befanden. 1812 schuf er in Paris das Unternehmen H. Hentsch, Blanc & Cie., das sich an der Gründung mehrerer franz. Versicherungsgesellschaften beteiligte. 1815-27 gehörte er dem Repräsentierenden Rat von Genf an.

Quellen und Literatur

  • P. Girard, Annales de la maison de banque H. & Cie., Genève, 1796-1946, 1946
  • R. Hentsch, H.: banquiers à Genève et à Paris au XIXe siècle, 1996
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Lebensdaten ∗︎ 17.2.1761 ✝︎ 14.8.1835