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Hans CasparRordorf

17.8.1773 Zürich, 23.4.1843 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Caspar, Schneiders und Stadtläufers, und der Anna Catharina Feer, von Flaach. 1) 1797 Susanna Schik, 2) 1814 Verena Krauer. Praktische Ausbildung zum Tierarzt. 1805 Examen als Wundarzt und Geburtshelfer. Hans Caspar von Rordorf war in Zürich tätig, regte dort die Einrichtung einer Lehranstalt für Tieranatomie an und baute ab 1810 eine Skelett- und Schädelsammlung auf. 1811 erhielt er wegen Abtreibung eine Zuchthausstrafe und verlor sein Patent. 1812 Wundarzt in Mollis, Aufenthalt in Italien. Ab 1822 Ausstopfer, 1826-1830 Präparator am bernischen Naturhistorischen Museum. Ab 1830 erneut Wundarzt in Zürich, 1835 Verurteilung wegen Diplomfälschung und unerlaubten Praktizierens. Rordorfs Sammlungen und sein Werk "Der Schweizer Jäger" (1836) waren wichtige Grundlagen für die Erforschung der Schweizer Fauna. Über seine Expedition in die Jungfrauregion 1828 verfasste er einen Reisebericht. Die Tour und das dabei erstellte Relief gelten als alpinistische Pioniertat.

Quellen und Literatur

  • A. Lechner, Hans Caspar Rordorf (Rohrdorf) aus Zürich und Gottlieb Studer in Bern, 1915
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Zitiervorschlag

Luc Lienhard: "Rordorf, Hans Caspar", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 09.12.2011. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/046217/2011-12-09/, konsultiert am 29.05.2024.