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HeinrichSchmid

17.2.1801 (Karl Josef) Baar, 28.12.1874 Einsiedeln, kath., von Baar. Sohn des Heinrich, Landwirts, und der Maria Verena geb. Bütler. Gymnasium in Zug und Einsiedeln. 1819 Eintritt ins Noviziat in Einsiedeln, 1820 Profess, 1824 Priesterweihe. Lehrer an der Stiftsschule, 1833 Stiftsarchivar, 1839 Statthalter, 1846 Abt. S. setzte sich für das Bauwesen, die Forstwirtschaft und die Pferdezucht sowie für eine moderne Geschäftsführung ein. Nach dem Sonderbundskrieg wurde das Kloster mit der Hälfte der Staatsschulden des Kt. Schwyz belastet, weshalb S. 1849 die Herrschaft Gachnang verkaufte. 1852 verlor das Kloster die Residenz Bellinzona. Als die Jesuitenschulen verboten wurden, baute S. die Stiftsschule aus. Unter seiner Amtszeit erlebte das Kloster eine Blüte mit 80 Neueintritten. Klosterfeindl. Tendenzen in der Schweiz führten 1854 zur Gründung des Priorats St. Meinrad (ab 1870 Abtei) in Indiana. Der Aufschwung der Wallfahrt, die mit dem Millenarium 1861 einen Höhepunkt erfuhr, brachte S. und Einsiedeln europaweite Beachtung. S. war ab 1846 Präses der Schweiz. Benediktinerkongregation und nahm in dieser Funktion 1869-70 am 1. Vatikan. Konzil teil.

Quellen und Literatur

  • R. Henggeler, Professbuch der Fürstl. Benediktinerabtei U. L. Frau zu Einsiedeln, 1933, 201-209
  • Einsiedler Anz., 17.1.1975
  • HS, III/1, 387 f.
  • J. Salzgeber, «Aus der Einsiedler Stiftsgesch. von Pater Rudolf Henggeler - Abt Heinrich S. 1846-1875», in Das alte Einsiedeln, 1999, Nr. 201-206
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Lebensdaten ∗︎ 17.2.1801 ✝︎ 28.12.1874