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CarmenMory

2.7.1906 Bern, 9.4.1947 Hamburg, ref., ab 1939/40 kath., von Kallnach. Tochter des Emil, Kurarztes in Adelboden, und der Leona geb. Bischoff, geschiedene von Kauffmann. Ledig. Aufgewachsen in Adelboden. Aufenthalte in England (1926-28), Amsterdam (1928-30), München (1930-32) und Berlin (1932-37), dort als freie Journalistin getarnte Gestapoagentin. 1937 in Zürich, um den Verleger Emil Oprecht zu überwachen. Ende 1937 Bespitzelung des emigrierten SPD-Politiker Max Braun in Paris. Im Nov. 1938 von der franz. Polizei verhaftet und am 28.4.1940 zum Tode verurteilt, wurde M. aus ungeklärten Gründen am 6.6.1940 vom franz. Staatspräsidenten begnadigt. Nach der dt. Besetzung Frankreichs von der Gestapo als unzuverlässig beurteilt, wurde M. im Febr. 1941 ins Konzentrationslager Ravensbrück eingeliefert. Wegen Kriegsverbrechen als Blockälteste im KZ wurde sie 1947 von einem brit. Militärgericht zum Tode verurteilt. Durch Selbstmord entzog sich M. der Hinrichtung.

Quellen und Literatur

  • C. Abbati, Ich, Carmen M., 1999
  • L. Hartmann, Die Frau im Pelz, 1999
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Lebensdaten ∗︎ 2.7.1906 ✝︎ 9.4.1947