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AdolfTobler

24.5.1835 Hirzel, 18.3.1910 Berlin, reformiert, von Zürich. Sohn des Salomon (->). Bruder des Ludwig (->). Ledig. Studium der romanischen Philologie in Zürich und Bonn, 1857 Promotion in Zürich. 1857-1867 Lehrer an der Kantonsschule Solothurn, danach am Gymnasium in Bern. Ab 1867 Privatdozent an der Universität Bern. Im gleichen Jahr erhielt Adolf Tobler einen Ruf an die Friedrich-Wilhelm-Universität Berlin, an der er von 1871 bis zu seinem Tod den Lehrstuhl für romanische Philologie innehatte. Tobler war mit dem französischen Mediävisten Gaston Paris befreundet, der ein Vorwort zu seinem Werk "Vom französischen Versbau alter und neuer Zeit" (1880, französisch 1885) schrieb. In einem positivistischen Verständnis widmete sich der Romanist und Literaturhistoriker zeitlebens seinem grossen Wörterbuch des Altfranzösischen. Sein Nachfolger Erhard Lommatzsch setzte diese Arbeit fort und gab 1915 den ersten Faszikel des zwölfbändigen Werks "Altfranzösisches Wörterbuch" (1925-2008) heraus.

Quellen und Literatur

  • Fs. Adolf Tobler, 1905 (Nachdr. 1978)
  • Comptes rendus des séances de l'Académie des Inscriptions et belles-lettre 54, 1910, Nr. 2, 128 f.
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 24.5.1835 ✝︎ 18.3.1910

Zitiervorschlag

Doris Jakubec: "Tobler, Adolf", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 26.03.2012, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/046328/2012-03-26/, konsultiert am 25.04.2024.