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JakobUlrich

23.9.1856 Waltalingen, 5.9.1906 Zürich, reformiert, von Waltalingen. Sohn des Jakob, Lehrers. Ledig. Studierte in Zürich und Paris (bei Gaston Paris und Paul Meyer) indoeuropäische Sprachwissenschaft und romanische Philologie, in London Anglistik. 1880 Privatdozent für romanische Philologie an der Universität Zürich, 1884 ausserordentlicher Professor, 1901 Ordinarius. Im Zentrum seines Schaffens, das die Gesamtheit der romanischen Sprachen und Literaturen umfasst, stehen Texteditionen und Anthologien zum Französischen, Provenzalischen, Italienischen und Rätoromanischen. Sein bevorzugtes Gebiet war die Rätoromanistik. Er besorgte mehrere rätoromanische Textausgaben, unter anderem die "Engadinische Chrestomathie" (1882) und die "Oberländische Chrestomathie" (1883). Sein bedeutendstes Werk ist die Edition "Der engadinische Psalter des Chiampel" (1906) von Ulrich Campell.

Quellen und Literatur

  • NZZ, 27.11. und 28.11.1906
  • Rom. Forsch. 20, 1907, 635-640 (mit Bibl.)
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Zitiervorschlag

Ricarda Liver: "Ulrich, Jakob", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.01.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/046378/2013-01-25/, konsultiert am 18.04.2024.