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Corum

Aus der geschäftlichen Verbindung von Simone Ries (1919) mit seinem Cousin René Bannwart (1915-2010) entstand 1955 das erste Atelier der Uhrenfabrik Corum in La Chaux-de-Fonds. Die beiden übernahmen die Leitung einer kleinen Fabrik, die Simones Vater Gaston Ries (1891-1958) ab 1924 geführt hatte. Die ersten von René Bannwart entworfenen Armbanduhren kamen 1956 auf den Markt. Jean-René Bannwart (1946), der Sohn von René, wurde 1976 Teilhaber und 1987 Direktor. Durch die Zusammenarbeit mit Kunsthandwerkern schuf Corum eine bedeutende Kollektion mechanischer Uhren und Quarzuhren (Admiral's Cup, Romulus, Tabogan). Corum beschäftigte 1955 5 Angestellte, 1970 25, 1992 90 und 2000 rund 50. Der Umsatz erhöhte sich 1999 auf 30 Mio. Franken (Herstellung von ca. 9000 Uhren in manueller Produktion). Im Jahr 2000 wurden 90% der Aktien vom US-Amerikaner Severin Wunderman erworben, 10% blieben bei Jean-René Bannwart. 2013 wurde Corum von der chinesischen Unternehmensgruppe China Haidian übernommen.

Quellen und Literatur

  • G.L. Brunner, La passion de créer, 1993
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