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Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns)

Die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) wurde am 19. Juni 1986 in Bern von Mitgliedern des gegen einen UNO-Beitritt der Schweiz kämpfenden Abstimmungskomitees gegründet. Zweck der Neugründung war, über eine permanente Organisation zu verfügen, die namentlich gegen eine Integration der Schweiz in supranationale politische Organisationen wie die Vereinten Nationen (UNO) oder die Europäische Union (EU) antreten kann. Erstmals breit in das Bewusstsein der Bevölkerung trat die Auns im Vorfeld der Volksabstimmung über einen Beitritt der Schweiz zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) vom 6. Dezember 1992, wo sie an vorderster Front für eine Ablehnung kämpfte. Im Verlauf dieser Kampagne wuchs die Auns zu einer Massenorganisation mit rund 16'000 Mitgliedern. Der Einsatz gegen den EWR führte aber auch zum Austritt von prominenten freisinnigen und christlichdemokratischen Politikern. Obwohl sich die Zielsetzung der Auns auf die Aussenpolitik konzentriert, wurde sie fallweise auch bei anderen Themen aktiv. So etwa 1995, als sie massgeblich am Zustandekommen des Referendums gegen die Regierungsreform beteiligt war. Die Auns ist als Verein organisiert. Sie zählte Ende 2000 rund 30'000 Mitglieder. Von ihrer Gründung an bis 2003 wurde sie vom Zürcher SVP-Nationalrat Christoph Blocher präsidiert, 2004-2014 von Nationalrat Pirmin Schwander (SVP); 2014 wurde Nationalrat Lukas Reimann (SVP) Präsident der Auns. Publikationsorgan ist ein sechsmal jährlich erscheinender Grauer Brief (seit 2010 Bulletin).

Dreizehnte ordentliche Migliederversammlung der Auns im Theatersaal National in Bern, 9. April 1998 (KEYSTONE / Edi Engeler, Bild 780090).
Dreizehnte ordentliche Migliederversammlung der Auns im Theatersaal National in Bern, 9. April 1998 (KEYSTONE / Edi Engeler, Bild 780090). […]

Quellen und Literatur

  • Schweizerische Politik im Jahre, 1992-