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SimonettaSommaruga

14.5.1960 Zug, von Lugano und Eggiwil. Tochter des Marco, Werkleiters der Lonza, und der Maria Theresia geb. Keel. Lukas Hartmann (Pseudonym für Hans-Rudolf Lehmann), Schriftsteller. 1980 Matura am Gymnasium Immensee. 1980-83 Ausbildung zur Pianistin am Konservatorium Luzern, Weiterbildung in Kalifornien und Rom. 1985-94 Konzerttätigkeit und Unterricht am Konservatorium und Lehrerseminar Freiburg, 1988-91 Stud. der Anglistik und Romanistik (kein Abschluss) in Freiburg und Arbeit im dortigen Frauenhaus. Ab 1993 Geschäftsführerin der Stiftung für Konsumentenschutz, 2000-10 deren Präs.; 1996 Stiftungsrätin Swissaid (2008-10 Präs.). 1997-2005 SP-Gemeinderätin (Exekutive) in Köniz, 1999-2003 Nationalrätin, 2003-10 Ständerätin. 2010 Wahl in den Bundesrat (Justizdep.). Ins nationale Rampenlicht trat S. als Konsumentenschützerin. Die pragmat. Politikerin sucht über Parteigrenzen hinaus nach mehrheitsfähigen Lösungen. Sie plädiert für mehr Markt und weniger ideolog. Einengung, für einen effizienten Staat, mehr Eigenverantwortung und ein griffiges, aber faires, auf bessere Integration abzielendes Ausländerrecht. Nach der Veröffentlichung des "Gurten-Manifests" 2001, das die innerparteil. Debatte um die Neupositionierung der SP als Volkspartei lancieren sollte, geriet sie in Konflikt mit dem linken Parteiflügel und den Gewerkschaften. In der Finanzkrise (2008-09) kritisierte sie das Gebaren der Grossbanken und in den Diskussionen über die Parallelimporte und die Gentechnologie die Pharmaindustrie. S. befürwortet den Beitritt der Schweiz zur EU.

Quellen und Literatur

  • (zusammen mit R.H. Strahm) Für eine moderne Schweiz: ein prakt. Reformplan, 2005
  • Bilanz, 30.7.2010
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