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Emil OttokarWeller

Titelseite des Nachschlagewerks Die falschen und fingirten Druckorte, in erster Auflage erschienen in Leipzig, 1858 (Universitätsbibliothek Bern).
Titelseite des Nachschlagewerks Die falschen und fingirten Druckorte, in erster Auflage erschienen in Leipzig, 1858 (Universitätsbibliothek Bern). […]

24.7.1823 Dresden, 4.1.1886 Nürnberg, aus Sachsen. Sohn des Carl Christian Heinrich, Augenarztes, und der Bertha geborene Baarmann. Ledig. Nach Abbruch des 1843 begonnenen Medizinstudiums als Verleger und Buchhändler in Leipzig tätig. Zwischen 1845 und 1850 wurde Emil Ottokar Weller zum führenden Propagandisten sozialistischer und kommunistischer Ideen in Sachsen. Nach dem Scheitern der Revolution von 1848-1849 tauchte er unter und lebte 1851-1863 im Schweizer Exil. Hier durchforstete Weller die deutschschweizerischen Bibliotheken nach Volksliteratur ("Das alte Volks-Theater der Schweiz" 1863; "Annalen der Poetischen National-Literatur der Deutschen im XVI. und XVII. Jahrhunderts", 2 Bde., 1862-1864). Seine grösstenteils im Schweizer Exil entstandenen und noch immer benutzten Nachschlagewerke über fingierte Druckorte ("Die falschen und fingirten Druckorte" 1858, 2. erweiterte Auflage, 2 Bde., 1864) und Pseudonyme ("Index Pseudonymorum" 1856, 2. erweiterte Auflage unter dem Titel "Lexicon Pseudonymorum" 1886) machten ihn zu einem bedeutenden Bibliografen des 19. Jahrhunderts.

Quellen und Literatur

  • R. Weber, «Emil Ottokar Weller», in Männer der Revolution von 1848, 1988, 149-189
  • Emil Ottocar Weller: Bibliograph, Publizist und Verleger: Bibliographie, bearb von I. Kiesshauer, 1990
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Zitiervorschlag

Franz Mauelshagen: "Weller, Emil Ottokar", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 10.10.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/046665/2013-10-10/, konsultiert am 20.04.2024.